UNSERE ANFÄNGE

Die Philosophie unseres Namensgebers, des Silberschmieds Georg Jensen, war es, innovative Designs zu kreieren, die ebenso schön wie funktional sind. Georg Jensen wuchs in der Nähe der Wälder und Seen nördlich von Kopenhagen auf. Die Natur war seine wichtigste Inspirationsquelle. Daher ziehen sich die Symbole der Natur wie ein roter Faden durch seine Designs: Früchte, Blüten, Blätter und organische Formen.

Seine zahlreichen künstlerischen Fähigkeiten kombiniert mit seiner Fähigkeit, Designtalente zu erkennen und zu unterstützen, waren die Grundlagen, auf denen er 1904 Georg Jensen in Kopenhagen gründete.



GEORG JENSEN (1866 - 1935)

Als der 37-Jährige Georg Jensen, nach einer Lehre als Goldschmied wie auch als Bildhauer hinter sich hatte, Silber zu seiner Lebensweise machte und 1904 in Kopenhagen seine Silberschmiede gründete, standen tiefe Wertschätzung für das Material, großes Verständnis des feinen Silberhandwerks und dem Formsinn des versierten Künstlers im Mittelpunkt.

Georg Jensen wurde durch seine Kindheit in der malerischen Umgebung in Raadvad, nördlich von Kopenhagen, inspiriert Künstler zu werden. Es gelang ihm, sowohl Bildhauer als auch Keramiker zu werden, jedoch seine größte Anerkennung erlangte er durch sein bemerkenswertes Talent als Silberschmied. Die Silberschmiede Georg Jensen schuf einige der originellsten und epochalsten Schmuckstücke, wie auch Hohlwaren- und Besteckmuster. Zum Tode Georg Jensens im Jahre 1935 galt seine Silberschmiede in Kopenhagen als eine der bedeutendsten der Welt. Georg Jensen war maßgeblich daran beteiligt den Charakter des skandinavischen Designs des zwanzigsten Jahrhunderts zu definieren, vor allem durch seine Rückgriffe auf dänische Traditionen, die er mit progressivem Designrational kombinierte. Er lehnte den populären Geschmack der Zeit für romantische und historistische Ornamentik und Prahlerei ab und nahm stattdessen den avantgardistischen Jugendstil mit seinen einfachen organischen Formen und seinem handwerklichen Produktionsansatz an. Georg Jensen war ein sensibler Künstler, der mit einem großen Talent ausgestattet war, das es ihm ermöglichte, seine Vision in die Realität umzusetzen.

Die reizvollen Naturimpressionen aus Georg Jensens Kindheit und Jugend wurden immer wieder neu aufgegriffen und von ihm überarbeitet – vor allem als erwachsener Künstler. Georg Jensen schuf einen einzigartigen Stil, der sich unter anderem durch seine hohe handwerkliche Qualität und die skulpturalen Elemente in seinen Designs auszeichnet. Weitere ausschlaggebende Charakteristiken sind der innovative, jedoch sinnliche Einsatz von Flora- und Fauna-Ornamenten, die Hammerschläge auf den Oberflächen des Silbers und die Oxidation aller Rillen und Vertiefungen der Silberstücke, wie auch die Verwendung von farbigen Edelsteinen.

Makellose Handwerkskunst

Von dem Moment an, als er 1904 seine Silberschmiede eröffnete, gab Georg Jensen für sein Unternehmen den Ton an, der seinen Kurs für die kommenden Jahrzehnte bestimmen sollte. Sein innovativer Geist, seine tadellose Handwerkskunst und sein skandinavisches Designgefühl würden zu seinen Markenzeichen, und dem seiner Fima, werden.

Jensen der Goldschmied Lehrling wie auch ausgebildeter Bildhauer war ein Mann vieler Talente und begründete schon früh eine Tradition der Zusammenarbeit mit kreativen Talenten außerhalb der Schmiede. Er vertraute seinem Auge und seinem Können, wollte aber mehr als seine eigene Perspektive und legte daher großen Wert auf Kollaborationen. Diese Partnerschaften trugen dazu bei, die Marke als eine voller neuer Ideen zu etablieren; sein Atelier wurde zur Heimat einer Gesellschaft von außerordentlich talentierten Silberschmieden, Metallarbeitern, Juwelieren, Designern und Künstlern.


EINE ANHALTENE TRADITION

Die Standards und die Philosophie der Silberschmiede lockten einige der größten Künstler an. Im Laufe der Jahre haben sich zahlreiche Designikonen – von Henning Koppel, Arne Jacobsen und Vivianna Torun Bülow-Hübe bis zu Patricia Urquiola, Marc Newson und Zaha Hadid – mit Georg Jensen zusammengetan, um Grenzen zu verschieben, der Konvention zu trotzen und das Design neu zu erfinden. Eine Tradition, die nach dem Tod von Georg Jensen 1935 bis heute bewahrt wurde.